Integrative Klasse. Was für Vorteile (oder sogar Nachteile) brigen diese behinderten Kinder?

Jun 04 2010 Published by under Kinder

Stellt euch folgende Situation vor. Ihr habt ein behindertes Kind mit einer leichten Behinderung und es wird nun eingeschult. Würdet ihr das Kind eher in einer Regelschule für behinderte Kinder oder in eine integrative Grundschule bringen. Welche Vorteile gäbe es für das Kind? Aber auch welche Nachteile?

8 responses so far

  • joey.del sagt:

    Ich würde mir beide Schulen anschauen und untereinander vergleichen. Ich denke eine Regelschule für behinderte hat viele Vorteile für die Eltern (die kinder werden zum Teil mit dem Bus abgeholt, bekommen Mittagessen, werden wieder heim gebarcht. In der Schule selbst gibt es viele Möglichkeiten die Kinder anders als in der Integrativschule zu fördern (spezielle Räume wie Snoezleraum, etc) Ich selbst habe mal in einer Schule für praktisch Bildbare gearbeitet und fand das Angebot dort sehr vielseitig und abwechslungsreich. Warum schaust Du Dir mit Deinem Kind nicht beide Schulen an. Gibt sicher so etwas wie Schnuppertage. Ich finde, man sollte das Kind auch immer mit entscheiden lassen. Wünsch euch viel Glück!
    @die schon geantwortet haben:
    eine integrative Schule hat genau die Absicht, ein behindertes Kind in eine Klasse mit nicht- behinderten Kinder zu integrieren. Es wird überall Hänseleien ertragen müssen. Meinst Du etwa in einer Regelschule für Behinderte gibt es keine Hänseleien? Ausserdem muss man nicht behindert sein um gehänselt zu werden. Die integrative hat genau den Auftrag dieses “andersein” nicht als solches zu sehen sondern ein miteinander zu schaffen!
    @ ich hab den namen leider grad nicht zur hand. “zeit absitzen..” das ist ja wohl nicht dein ernst! Warst Du schon einmal in einer Schule für praktisch Bildbare?? Anscheinend eben nicht sonst würdest Du so eine Aussage nicht machen!

  • trampelc sagt:

    Gute Frage, die ich mit einer Gegenfrage beantworte: Was hält Du von folgenden Fall:
    Ein mongolides Kind wir auf einer Regelgrundschule eingeschult, in der benannten I – Klasse. Damit nicht-behinderte Kinder behinderte Kinder lernen zu akzeptieren. Okay!
    Diese Schülerin wird natürlich nicht nach Regelschule unterrichtet. Sondern bekommt im normalen Unterricht eine Sonderschullehrerin und natürlich noch 2(!!!!) Betreuer, was Punkt 1, den Unterricht der restlichen Klasse immens stört, Punkt 2, man denke an die Kosten!!
    Nun sollte mein Sohn auf dieser Schule in diesem Jahrgang, wo das mongolide Mädchen eingeschult wurde auch kommen. Bei ihm wurde eine Entwicklungsverzögerung festgestellt, er musste auf eine Lernförderschule wechseln, wo er nun seit 3 Jahren völlig unterfordert sitzt. Auf dieser besagten Regelschule keine Chance bekommt. Zum Glück ist seine Klassenlehrerin sehr engagiert und arbeitet nun dahin das er nächstes Jahr auf eine weiterführende Regelschule bekommt!
    Hätte ich damals die Chance bekommen, hätte ich meinen Sohn gerne auf eine Regelgrundschule gesteckt, aber dafür wäre kein Geld mehr gewesen, das er zweimal die Woche Intensivunterricht bekäme, tja traurig!!!!
    Wer die Chance hat, und im Kopf soweit aufnahmefähig ist, das er dem normalen Unterrichtsstoff folgen kann, würde ich immer die Regelschule empfehlen. Klar sind Kinder auch oft verletzend, aber im großen und ganazen auch hilfsbereite Menschen, die mit einer Behinderung eines Mitschülers außergewöhnlich klar kommen!!

  • stani_ch sagt:

    Das kommt auf die Klassenführung an.
    Sind die Mitschüler gut darauf eingestellt, ein behindertes Kind kennen und akzeptieren zu lernen, so ist das für alle Kinder eine Bereicherung.
    Ist das behinderte Kind zu Komplexbeladen und nicht sozialisiert, so können schwere Probleme entstehen, die in einer eigenen Behindertenschule weniger stark auftreten.

  • Christin sagt:

    Behinderte Kinder treffen in einer integrativen Einrichtung in der Regel auf Kinder, behindert oder nicht, die den Umgang mit behinderten Kindern bereits gewöhnt sind (durch integrative Kindergärten) oder diesen durch die Erzieher/Lehrer lernen. Hänseleien wird es dort kaum geben.
    Bei leicht behinderten Kindern würde ich die integrative Schule auf jeden Fall bevorzugen.
    Sie werden dort besonders gefördert und sie haben mit Sicherheit später mehr Chancen im Leben als in einer Regelschule für behinderte Kinder, in der sie eigentlich nur ihre Zeit absitzen…

  • Schlammi sagt:

    Ich würde mein Kind auf die integrative Grundschule schicken, mir diese aber vorher genau ansehen und so für eine optimale Betreuung meines Kindes sorgen. Negativ an solchen Schulen könnte sein, dass sie sich nicht intensiv genug um die Behinderten kümmern, da sie auch mit den “Normalen” vorankommen müssen und ev. nicht so viel Erfahrung und Wissen mit behinderten Kindern haben.
    Aber ich finde eine integrative Schule besser, da die Kinder dort Toleranz und Mitgefühl lernen. Zudem denke ich wenn die Kinder von Anfang an mit Behinderten zusammen sind, wird nicht viel Streit oder Mobbing entstehen. Außerdem kannst du dein Kind nicht von der Welt ausschliessen und später muss es auch mal mit nichtbehinderten zurecht kommen. (Und du willst doch sicher, dass es später ein möglichst selbständiges Leben führt)

  • Dani&Mil sagt:

    ich würde es in eine Regelschule für behinderte Kinder schicken, denn Kinder unter sich können sehr verletzend gegenüber anderen Kindern sein, die nicht so sind wie sie selbst.

  • chiophan sagt:

    Hallo,
    es kommt natürlich auf den Grad der Behinderung an. Wenn ein lernbehindertes Kind in eine Regelschule geht, wird es sehr schnell überfordert werden und fühlt sich dort nicht mehr aufgehoben. Ein Kind mit einer echten Behinderung braucht wesentlich mehr Förderung und die kann man ihm in einer dafür geeigneten Klasse geben, die wohl eine integrative Schule anbietet.
    Es muss jedenfalls vorher genauestens untersucht werden, um eine Einstufung vor zu nehmen.
    Nachteile ergeben sich nur durch Überforderung. Heute sind Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit Sozialpädagogen darauf bedacht, kein Kind zu über-oder unterfordern.

  • alex_pla sagt:

    Vorteile für das behinderte Kind sich sicherlich die bessere Integrität, da es wohl kaum in der Schule gehänselt wird und lernt mit anderen den Umgang zu pflegen. Nachteile sind, dass das Kind mit dem Stoff nicht mitkommt.

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